GOOD GROUND GARDENS - regenerative Stadtlandschaften FÜR Oldenburg-Etzhorn
etzhorn FOOD NETWORK
Oldenburg | 2026
1. Semester Master Städtebau
(Kurs auf Englisch)
Programme
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Problemstellung und konzept - eine gesunde diät
Good Ground Gardens
Regenerative Stadtlandschaften für Oldenburg–Etzhorn
Mit Good Ground Gardens entwickeln wir für Oldenburg-Etzhorn ein regeneratives Stadtmodell, das Ernährung, Landschaft und Infrastruktur zu einem zirkulären System verbindet. Ziel ist es, den Stadtteil langfristig zu 100 % lokal mit Lebensmitteln zu versorgen und gleichzeitig Biodiversität, Mikroklima und soziale Strukturen zu stärken.
Das Konzept basiert auf einem Netzwerk aus Food Hubs – produktiven Landschaftsräumen für Fisch, Getreide, Gemüse, Leguminosen, Waldprodukte, Wasserbüffel, sowie Moor- und Feuchtgebiete. Jeder Hub übernimmt eine spezifische Funktion innerhalb eines ausgewogenen Ernährungssystems und ist räumlich wie funktional miteinander verknüpft.
Das verbindende Element ist der Green Path: eine durchgängige, blau-grüne Infrastruktur, die alle Produktionsorte, Marktplätze und Gemeinschaftsräume miteinander verbindet. Entlang dieses Weges entstehen neue Aufenthaltsorte, Marktflächen, Bildungsangebote und klimatisch wirksame Freiräume. Bestehende versiegelte Flächen werden schrittweise zurückgebaut, Regenrückhaltebecken integriert und industrielle Dachflächen für Solarenergie sowie Dach- und Fassadenfarmen genutzt.
Von der morgendlichen Ernte über die Fahrrad-Distribution bis zur Zubereitung im Community Center folgt das Projekt einem klaren circularen Prinzip: Nährstoffe, Wasser und Energie werden lokal geführt und mehrfach genutzt. Produktion, Verarbeitung und Konsum liegen in fußläufiger Distanz – „Harvest to Plate“ wird Teil des Alltags.
Good Ground Gardens versteht Stadt nicht als statisches Gefüge, sondern als lernendes Ökosystem. Durch die Verzahnung von Agroökologie, Mobilität und sozialer Infrastruktur entsteht eine produktive Landschaft, die Gesundheit fördert, ökologische Resilienz aufbaut und neue Formen des gemeinschaftlichen Zusammenlebens ermöglicht.

